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Einspeisevergütung

Was ist die Einspeisevergütung?

In Zeiten des Klimawandels wächst die Bedeutung von alternativer Energie immer mehr an. Um diese Arten der Stromerzeugung zu fördern, zahlen viele Staaten in Europa eine Einspeisevergütung. In der Bundesrepublik wird dieses staatliche Förderinstrument über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Die EEG Vergütung 2019 garantiert Ihnen über eine Zeit von 20 Jahren eine feste Vergütung für eingespeisten Solarstrom. 

Wie funktioniert die Einspeisevergütung?

Damit Sie Solarstrom einspeisen können, brauchen Sie einen Netzanschluss. Den beantragen Sie vor der Einrichtung Ihrer Anlage beim örtlichen Stromversorger. Empfehlenswert ist es, wenn Sie die höchste installierbare Nennleistung beantragen. Ist der Wert über die Zeit nicht realisierbar, können Sie ihn auch nachträglich nach unten korrigieren. Ihr Antrag ist gleichzeitig die Anmeldung zur Einspeisung. Außerdem müssen Sie Ihre Anlage online bei der Bundesnetzagentur anmelden.

Wie hoch die Vergütung ist, hängt von der Menge des von Ihnen eingespeisten Stroms und in welchem Monat Ihre Anlage in Betrieb ging, ab. Seit ein paar Jahren sinkt die Vergütung. Wie schnell, wird vom Zubau neuer Solaranlagen bestimmt. 

Vergütungssätze 2019

Datum bis zu 10 kWp bis zu 40 kWp bis zu 100 kWp
Januar 11,47 Cent 11,15 Cent 9,96 Cent
Februar 11,35 Cent 11,03 Cent 9,47 Cent
März 11,23 Cent 10,92 Cent 8,99 Cent
April 11,11 Cent 10,81 Cent 8,50 Cent
Mai 10,95 Cent 10,65 Cent 8,38 Cent
Juni 10,79 Cent 10,50 Cent 8,25 Cent
Juli 10,64 Cent 10,34 Cent 8,13 Cent
August 10,48 Cent 10,19 Cent 8,01 Cent
September 10,33 Cent 10,04 Cent 7,89 Cent
Oktober 10,18 Cent 9,90 Cent 7,78 Cent

Wichtig: Die Ihnen als Betreiber zugesagte Höhe der Einspeisevergütung ist festgeschrieben, selbst wenn der Wert nach der Inbetriebnahme weiter sinkt. Die niedrigere Vergütung trifft dann jeweils nur die zum jeweiligen Zeitpunkt in Betrieb genommenen Anlagen.

Wie verläuft die Auszahlung?

Für die Auszahlung der Einspeisevergütung ist Ihr örtlicher Betreiber zuständig, an dessen Stromnetz Ihre Photovoltaikanlage angeschlossen ist. Wenn Sie Solarstrom einspeisen, muss er Ihnen pro eingespeister Kilowattstunde den Preis zahlen, der von staatlicher Seite festgelegt ist. Macht er beim Verkauf des Stroms Verluste, bekommt er diese aus der EEG-Umlage, die auch jeder Haushalt zahlen muss, ersetzt. 

Muss die Einspeisevergütung versteuert werden?

Auf die Einspeisevergütung aus Photovoltaikanlagen werden Steuern fällig. Das sind die Einkommenssteuer sowie unter bestimmten Umständen die Umsatzsteuer und die Gewerbesteuer. 

Einkommenssteuer zahlen Sie, wenn über die Laufzeit hinweg die Erträge Ihrer Anlage aus der erzielten Einspeisevergütung über den Kosten liegen. Das berechnen Sie, indem Sie jährlich Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen. Der errechnete Gewinn wird in die Steuererklärung eingetragen und versteuert. 

Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) müssen Sie als Betreiber einer Photovoltaikanlage zahlen, wenn Sie erzeugten Strom regelmäßig, das heißt also nicht nur gelegentlich, in das Netz einspeisen und damit die Einspeisevergütung erhalten. Von dieser Pflicht können Sie sich befreien lassen, wenn Ihr Umsatz im laufenden Jahr 50.000 Euro nicht übersteigt und im Jahr davor unter 17.500 Euro lag. Diese Kleinunternehmerregelung ist bindend für die nächsten fünf Jahre. Entscheiden Sie sich jedoch, die Umsatzsteuer zu zahlen, können Sie sich die Umsatzsteuer vom Kauf der Anlage mit der ersten Steuererklärung erstatten lassen. 

Ob Sie Gewerbesteuer bezahlen müssen, hängt von der Größe Ihrer Anlage ab. Erzielen Sie durch die erhaltene Einspeisevergütung einen Gewinn von mehr als 24.500 Euro, müssen Sie ein Gewerbe anmelden. Dann wird Gewerbesteuer fällig. Liegt Ihr Gewinn darunter, stuft der Fiskus diesen als Bagatelle ein. Eine Gewerbeanmeldung ist dann nicht erforderlich. 

Nachteile

Für Sie als Besitzer einer Photovoltaikanlage ist die Einspeisevergütung von Vorteil. Auch mit der EEG-Vergütung 2019 lässt sich eine Anlage noch rentabel betreiben. Allerdings ist die Einspeisevergütung keine Subvention. Sie wird als Kostenfaktor auf sämtliche Stromkunden umgelegt. Jeder muss also einen Teil der Vergütung zahlen. Wenn Sie Solarstrom einspeisen und damit die Einspeisevergütung erhalten möchten, müssen Sie außerdem mit Kosten für die Anschaffung und die Installation der Hardware mitrechnen. 

Welche Alternativen gibt es?

Wollen Sie als Anlagenbetreiber höhere Gewinne erzielen, können Sie Ihren Strom selbst vermarkten - und zwar an der Strombörse. Dann erhalten sie zusätzlich eine Marktprämie. Sie wird so errechnet, dass der Erlös den Einnahmen aus der Vergütung entspricht, wenn Sie Ihren Solarstrom zum durchschnittlichen Marktpreis verkaufen. Erzielen Sie einen Verkaufspreis über dem Durchschnitt, steigt Ihr Erlös.

Eine weitere Alternative zur Einspeisevergütung stellen die sogenannten Stromspeicher dar. Mithilfe dieser Speichersysteme können Sie Ihren Strom für sich selbst speichern.

Zukunft / Ausblick

Die Vergütung wird in den nächsten Jahren weiter sinken. Im Jahr 2021 wird sie dann als wichtiger Förderbaustein wegfallen. Spätestens dann wird es sinnvoller, dass Sie Ihren erzeugten Strom auch selbst nutzen. Das ist umso wichtiger, da die Kilowattstunde (kWh) Solarstrom schon heute ab einer bestimmten Anlagengröße deutlich preiswerter ist als Strom aus dem Netz. Um Ihren Strom dann im Eigenverbrauch optimal nutzen zu können bieten sich verschiedene Speichersysteme an. Hier können Sie Ihre erzeugte Energie speichern und dann verbrauchen, wenn Sie sie benötigen. Sie werden durch einen eigenen Stromspeicher also noch um ein vielfaches autarker, als Sie ohnehin schon durch Ihre Photovoltaikanlage sind. In unserem Unabhängigkeitsrechner können Sie schnell und einfach sehen, welche Vorteile Ihnen ein Stromspeicher bieten kann.

Wenn Sie zu den Pionieren der Photovoltaik Einspeisevergütung gehören, dann läuft der Vertrag für Ihre Photovoltaikanlage und die damit vertraglich geregelte Einspeisevergütung demnächst aus. Viele die vor 20 Jahren Ihre Photovoltaikanlage in Betrieb genommen haben und Jahre lang von der Photovoltaik Einspeisevergütung profitiert haben, stehen nun vor dem Problem der auslaufenden Verträge. Besonders zu diesem Zeitpunkt ist es sinnvoll sich mit alternativen zur Einspeisevergütung auseinanderzusetzen. Auch das Nachrüsten eines Stromspeichers in Ihre bestehende Anlage ist jederzeit möglich.

In vielen Bundesländern gibt es zudem Förderungen für Stromspeicher und Photovoltaikanlagen, die Sie finanziell entlasten können.

Alle Angaben in diesem Text sind ohne Gewähr

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